Rettungskräfte im Einsatz nach Großbrand, Schwan gerettet, Toter im Abwasserschacht
In Hessen sind Rettungskräfte nach Großbrand im Einsatz, ein Schwan wurde gerettet und ein Toter aus Abwasserschacht geborgen.

Am Montag sind in Hessen mehrere Rettungskräfte im Einsatz, nachdem ein Großbrand in einem Unternehmen ausbrach. In der Gemeinde Sprendlingen wurden etwa 200 Einsatzkräfte mobilisiert, um den Brand zu bekämpfen. Mehrere angrenzende Wohnhäuser wurden geräumt, sechs Bewohnerinnen und Bewohner werden von Einsatzkräften betreut. Die Bahnstrecke bei Sprendlingen wurde sicherheitshalber gesperrt, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Auf dem Betriebsgelände stehen mehrere Gebäude komplett in Flammen. Feuerwehr, Hilfsdienste, THW und Polizei sind im Einsatz. Wegen der Hitzeperiode sei die Löschwasserversorgung anspruchsvoll, hieß es. Die Bevölkerung im Bereich Sprendlingen, Badenheim, Pfaffen-Schwabenheim, Biebelsheim, Planig, Bosenheim und Hackenheim wurde per Warnapps vor Sichtbehinderungen und Geruchsbelästigung gewarnt. Die Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten, Klima- und Lüftungsanlagen ausschalten und das Einsatzgebiet meiden.
Geretteter Schwan und Toter im Abwasserschacht
In Mainz wurde ein Schwan mit einem Angelhaken samt Köder und Schnur im Schnabel gerettet. Passanten hatten den Vogel auf dem Rhein vor der Rheingoldhalle entdeckt, wie die Feuerwehr mitteilte. Da der Schwan immer wieder versuchte, sich des Hakens zu entledigen, entschieden sich die Einsatzkräfte, ihm zu helfen. Es habe auch die Gefahr bestanden, „dass sich das Tier mit der Schnur oder dem Köder an einem Ast verheddert und dann qualvoll leiden muss.“ Da der Schwan zu weit weg vom Land war, begann ein längerer Einsatz mit Feuerwehrboot und Tauchern auf dem Wasser. Die Besatzung eines zufällig vorbeifahrenden Rettungsbootes der DLRG bot ihre Hilfe an. „Diese wurde dankend angenommen und so konnte mit zwei Booten versucht werden, den Schwan einzufangen“, beschrieb die Feuerwehr. Unter den Blicken zahlreicher Menschen, die am Rhein ihren Sonntagsspaziergang unternahmen, gelang die Aktion dann. Der Schwan wurde eingefangen – und mit einem Handgriff wurde der Angelhaken entfernt. Unter dem spontan einsetzenden tosenden Applaus der Zuschauer konnte der Schwan wieder in die Freiheit entlassen werden.
In Seligenstadt wurde ein toter Mann aus einem Abwasserschacht geborgen. Rettungskräfte haben am Sonntagmittag den Mann aus dem Schacht gerettet. Wie die Hessenschau am Abend unter Berufung auf die Polizei berichtet, steckte er kopfüber in dem Schacht. Angehörige hatten den Mann demnach gegen 12.20 Uhr entdeckt und die Polizei alarmiert. Bei dem Schacht handelt es sich um einen Abwasserschacht im Hinterhof eines Anwesens, sagte der Polizeisprecher dem Hessischen Rundfunk. Wie und warum der Mann in den Schacht gelangt ist und wie lange er dort festgesteckt hat, sei noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach ersten Ermittlungen gebe es keine Hinweise auf ein Verbrechen.
Unfälle, Streit und Gewalt
In Künzell (Landkreis Fulda) ereignete sich ein Unfall, bei dem zwei Menschen leicht verletzt wurden. Nach Angaben der Polizei war ein 19-Jähriger am frühen Sonntagmorgen gegen 4.15 Uhr mit seinem Bruder im Auto in der osthessischen Gemeinde unterwegs. Vermutlich aufgrund eines Sekundenschlafs kam der junge Mann mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum am Straßenrand. Der Fahrer und sein 38 Jahre alter Bruder wurden dabei laut Polizei leicht verletzt. An dem Pkw und dem mitgeführten Anhänger entstand Sachschaden.
In Usingen musste die Polizei während einer Hochzeitsfeier zweimal einschreiten. Zunächst sei die Festgesellschaft am frühen Abend unangenehm aufgefallen, weil sie in etwa 20 Autos im Corso von Bad Homburg nach Usingen gefahren sei. Jubelnd und hupend und so langsam, dass andere Autofahrer behindert wurden. Kurz vor Mitternacht wurden Polizisten dann zur Hochzeitsfeier selbst gerufen, weil dort etliche Gäste miteinander in einen handgreiflichen Streit geraten waren. Unter anderem hatten zwei Männer einem dritten mit Glasflaschen auf den Kopf geschlagen, der Mann wurde von Rettungskräften verarztet.
In Frankfurt berichten Polizisten von Attacken gegen Beamte. In beiden Fällen hatten es die Betroffenen mit stark betrunkenen Personen zu tun. Eine 58 Jahre alte Frau gelaufen in der Frankfurter Innenstadt mitten auf einer vielbefahrene Straße. Als die Polizisten sie dort wegholen und kontrollieren wollten, habe sie sich gewehrt und einen „Beamten ohne erkennbaren Grund tätlich angegriffen“, heißt es im Polizeibericht. Etwa um die gleiche Zeit bekamen andere Beamte unweit des Flughafens mit einem reichlich betrunkenen Dreißigjährigen zu tun, der schon seit Stunden versucht hatte, auf das Gelände einer Musikveranstaltung zu kommen. Weil er trotz aller Verweise nicht wegging, nahmen ihn Polizisten gegen 2 Uhr in Gewahrsam. Dagegen soll
